Zeckenbiss mit homöopathischen Mitteln behandeln

Aktivierung der Selbstheilungs-Kräfte verhindert Borreliose

Die Behandlung eines Zeckenbisses mit Homöopathie strapaziert den Körper weniger als herkömmliche Medikamente. Die Naturheilkunde bietet diverse Mittel, um unangenehme und teilweise gefährliche Folgen eines Stiches abzumildern. Dabei ist zu beachten, dass die Krankheit nicht in erster Linie wegen des Eindringens des Bakteriums ausbricht.

Zeckenbiss am Kopf

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Heilpraktiker und Ärzte, wie Florian Davidis, Kriemhilt Waldenmaier, Dr. med. Wolfgang Scheel und Dieter Berweiler, empfehlen diverse Arzneien, um Zeckenbisse auf natürliche Weise erfolgreich zu behandeln.

Borreliose und FSME – wie Zecken Krankheiten übertragen

Der Hauptgrund zur Sorge wegen eines Zeckenbisses ist die Gefahr, sich mit einer der beiden Krankheiten zu infizieren. Die Infektion mit FSME erfolgt durch den Speichel der Zecke. Falls das beißende Tier Träger des Virus ist, verhindert seine schnelle Entfernung die Ansteckung nicht. Das Bakterium „Borrelia burgdorferi“ gelangt durch die Ausscheidungen der Zecke auf die Haut und somit in die Stichwunde. Ein schnelles Reagieren vonseiten des Betroffenen beziehungsweise seiner betreuenden Person vermeidet eventuell eine Infektion mit Borreliose.

Das Erkennen beider Krankheiten im Anfangs-Stadium ist schwierig. Bei der Borreliose-Infektion zeigen sich einige Tage nach dem Stich kreisförmige Rötungen um die Einstichstelle. Sie verschwinden bald darauf. Weitere Symptome treten Monate bis Jahre später auf. Diverse Naturheilkundler gehen davon aus, dass nicht zwingend Zecken die Leiden übertragen. Sonstige mögliche Träger des Bakteriums sind Bremsen, Stechmücken und andere blutsaugenden Insekten. Symptome von FSME sind sehr unterschiedlich. Ärzte erkennen sie häufig erst spät.

Alternative Behandlungen schonen die Gesundheit

Nicht alle Zecken tragen Krankheits-Erreger in sich. Eine schulmedizinische Impfung zur Vorbeugung von FSME bringt häufig Schäden mit sich, welche die Gesundheit stärker beeinträchtigen als ein Zeckenbiss. Die Homöopathie stellt Alternativen für erfolgreiche Behandlungen bereit:

  • Umschläge,
  • Ölmischung,
  • Creme,
  • Einlauf oder Lymphdrainage.

Als allgemeine Behandlung eines Zeckenbisses empfiehlt die Heilpraktikerin Kriemhilt Waldenmaier aus Hemmingen Quark- oder Salzumschläge. Bei einer starken Reaktion auf den Stich setzt der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Dr. med. Wolfgang Scheel auf die Rescue-Creme aus der Bachblüten-Therapie. Ein Einlauf oder eine Lymphdrainage helfen, die Symptome abzumildern und das Gleichgewicht des Körpers wieder herzustellen. Seiner Ansicht nach reicht das positive Denken, um einer Infektion zu trotzen.

Die Homöopathie behandelt einen Zeckenbiss präventiv mit der Veränderung des Körpergeruches. Nach der prophylaktischen Einnahme eines Vitamin-B-Komplexes bleiben Zecken und andere Menschen dem Körper fern. Deshalb ist diese Methode nicht bei allen beliebt. Der Heilpraktiker und diplomierte Gartenbau-Ingenieur Dieter Berweiler aus Stuttgart empfiehlt Coccus cacti LM 1000. Das Mittel stellt ebenfalls einen nur für die Tiere abstoßenden Eigenduft her. Seine Einnahme erfolgt einmal pro Jahr.

Homöopathische Methoden zur Behandlung einer Borreliose-Infektion

Dr. Florian Davidis behandelt Zeckenbisse homöopathisch. Er arbeitet mit der Energieresonanz-Therapie. Die Spezialform der Magnetfeld-Therapie sorgt für gute Erfolge. Er setzt ebenfalls Nosoden ein. Diese bezeichnen aus krankem Körpergewebe hergestellte Arzneimittel. Naturheilpraktiker benutzen sie zur Bekämpfung derselben Erkrankung. Kriemhilt Waldenmaier verabreicht ihren Patienten einmal pro Jahr Nosoden.

Das alleinige Vorhandensein von Bakterien führt nicht zu einer Infektion. Wer einen gesunden Lebensstil pflegt und seinem Körper mit allen wichtigen Vitalstoffen versorgt, ist für Krankheiten unempfänglich. Das gilt auch für die Infektion mit Borreliose und FSME. Mit starken Abwehrkräften bekämpft der Körper eindringende Krankheits-Erreger.

 

Vorbeugende Maßnahmen gegen Zeckenbisse

Wer aus lauter Angst vor Zecken sich nicht mehr in den Wald oder auf die Wiesen traut, setzt falsche Akzente. Bewegungs- und Sonnenlicht-Mangel sorgen für Übergewicht und ein Vitamin-D-Defizit. Diese Leiden greifen die Gesundheit weit mehr an als ein möglicher Zeckenbiss. Lange Kleidung bei Sommertemperaturen halten die Tiere nicht davon ab, auf ihre tägliche Mahlzeit zu verzichten. Die oben erwähnten Duft verändernden Maßnahmen oder ätherische Öle zum Einreiben vermindern das Risiko eines Zeckenstichs.

 

Gute Gründe für eine naturheilkundliche Behandlung

Die Naturheilkunde bietet eine Diversität an homöopathischen Behandlungen für Zeckenbisse. Fachleute bestätigen ihre Erfolge und empfehlen, den Körper nicht unnötig mit Giften zu belasten. Dabei verschweigt die Schulmedizin oft das Nichtgelingen von Behandlungen mit Antibiotika. Homöopathische Mittel sind ungefährlich. Sie behandeln die Symptome und verbreiten kein Gift im ganzen Körper, das andere Aspekte der Gesundheit beeinträchtigt.

 

Alle Krankheiten die durch Zecken übertragen werden:

Der Überblick über die wichtigsten Erreger und Krankheiten durch Zecken Übertragung

Wir informieren in diesem Artikel zu den wichtigsten Infektionen und Krankheiten die durch Zecken übertragen werden. Zecken tragen die unterschiedlichsten Erreger in sich, die sie bei einem Biss auf den Menschen übertragen. Daraus resultiert die Gefahr mehrerer Krankheiten durch Zecken, deren Folgen sich teilweise erheblich auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken. Besagte Tiere verstecken sich bevorzugt in Büschen und hohen Gräsern.

butzecke 

Über unbedeckte Stellen an der Haut gelangen die Zecken auf den menschlichen Körper und suchen sich eine geeignete Stelle für den Biss. Das Tier nimmt Blut auf und würgt unverdauliche Komponenten zurück in den Wirt. Der geschilderte Vorgang überträgt Viren und Bakterien in den menschlichen Organismus. Im weiteren Verlauf folgen detaillierte Informationen über die verschiedenen Krankheiten, die Zecken übertragen.

Fazit: FSME und Borreliose in Deutschland relevant

Es existiert eine Reihe an Infektionen, deren Erreger Zecken auf ihre Wirte übertragen. Im Hinblick auf Deutschland gelten zwei der Krankheiten durch Zecken als relevant: Borreliose und FSME. Bei beiden Erkrankungen drohen langfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen für den Patienten. Zu den potenziellen Folgen einer Borreliose gehören Entzündungen der Hirnhaut oder Lähmungen. Die sich nach einer Diagnose anschließende Behandlung basiert auf Antibiotika. FSME greift bei einem schweren Verlauf das zentrale Nervensystem an. Dazu treten häufig langfristige Folgeschäden auf. Die Therapie zielt auf die Linderung der Symptome ab. Neben den beiden genannten Infektionen existiert mit dem Krim-Kongo-Fieber eine weitere gravierende Krankheit, die oftmals tödlich verläuft.

 

Krankheiten durch Zecken: FSME, Borreliose und weitere Infektionen

Die als Blutsauger bekannten Zecken stellen insbesondere im Frühsommer und im Herbst eine Gefahr dar. Versteckt in Gräsern und Büschen warten sie darauf, bis ein Mensch mit einer unbedeckten Hautstelle sie abstreift. Auf der Haut setzen die Zecken zunächst ihre Kieferklauen ein, um die gewünschte Stelle anzuritzen. Im nächsten Schritt verursacht die Zecke mit dem Hypostom (Stechrüssel) eine Wunde, die sich aufgrund der verletzten Gefäße mit Blut füllt.

Bevor das Tier mit der eigentlichen Nahrungs-Aufnahme beginnt, sondert es ein Sekret mit mehreren Inhaltsstoffen ab. Dazu gehören Gerinnungshemmer zur Förderung des Blutflusses, Betäubungsmittel und Entzündungshemmer, um die Immunabwehr des Körpers zu vermeiden. Daraufhin saugt die Zecke das Blut über einen Zeitraum von mehreren Stunden ein. Von früheren Wirten tragen die Tiere oftmals verschiedene Krankheitserreger in sich.

 

Ausspucken der Nahrungsreste überträgt die Erreger

Mit den Krankheiten stecken die Zecken den neuen Wirt hauptsächlich an, wenn sie unverdauliche Reste regelmäßig ausspucken. Befinden sich die Erreger im Darm des Tieres, dauert es acht bis 24 Stunden, ehe es zu einer Übertragung auf den Menschen kommt. Daher empfiehlt es sich, die Zecke so schnell wie möglich und gleichzeitig vorsichtig zu entfernen.

 

Borreliose – schnelles Entfernen des Tieres empfohlen

Weltweit kennt die Medizin rund 50 verschiedene Infektionen, mit denen eine Zecke ansteckt, wenn sie Blut von ihrem Wirt saugt. Zu den bekanntesten Krankheiten durch Zecken gehört die Borreliose, deren Auslöser im Mitteldarm der Tiere sitzen. Folglich vermeidet eine rasche Entfernung in der Regel die Infektion. Die Wahrscheinlichkeit, infolge eines Zeckenstiches an Borreliose zu erkranken, liegt zwischen 1,5 und sechs Prozent. Das Risiko steigt mit der Dauer der Nahrungsaufnahme.

Borreliose führt zu Allgemeinsymptomen wie Fieber, Kopfschmerzen oder Müdigkeit, die eine Diagnose erschweren. Oftmals rötet sich die Haut ringförmig in den Tagen oder Wochen um die Bissstelle. Im weiteren Verlauf drohen Entzündungen der Hirnhaut, Probleme am Herzen und Gesichtslähmungen. Die Therapie basiert auf der Gabe von Antibiotika.

 

FSME-Virus greift das zentrale Nervensystem an

Als eine der gefährlichsten durch Zecken verursachten Infektionen gilt die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die durch das gleichnamige FSME-Virus ausgelöste Krankheit betrifft das zentrale Nervensystem und die Hirnhaut. Schätzungsweise tragen zwei Prozent der Zecken den Erreger. Allerdings bricht die Erkrankung im Durchschnitt lediglich bei jedem dritten Betroffenen aus.

 

Schwere Form von FSME hinterlässt Langzeitschäden

Der Krankheitsverlauf bei FSME unterteilt sich in zwei Stadien. Nach anfänglichen Grippe-Symptomen greifen die Viren das Nervensystem an. Das führt in vergleichsweise milden Fällen zu einer Meningitis. Bei einem gravierenderen Verlauf kommt es zu einer Entzündung des Gehirn- und Rückenmarks. Laut einer Studie des Klinikums aus Pforzheim leiden 50 Prozent der an einer schweren Form von FSME erkrankten Personen dauerhaft unter Folgeschäden. Dazu gehören Lähmungen, Störungen des Gleichgewichtssinns sowie Beschwerden beim Atmen, Schlucken oder Sprechen. Die Behandlung der Krankheit beschränkt sich auf die Linderung der auftretenden Symptome.

 

Ehrlichiose durch den gemeinen Holzbock

Neben den beiden bekannten Krankheiten, mit denen Zecken anstecken, existiert eine Reihe weiterer durch die Blutsauger ausgelösten Infektionen. Darunter fällt die durch Bakterien verursachte Ehrlichiose. Besagte Erkrankung verläuft häufig ohne dass Symptome beim Patienten auftreten. Einige Patienten klagen über Fieber, Übelkeit und Rücken-, Muskel- oder Kopfschmerzen. In Deutschland geht die Ehrlichiose meistens auf die Zeckenart Ixodes ricinus (gemeiner Holzbock) zurück.

 

Erhöhte Blutungsneigung durch das Krim-Kongo-Fieber

Das ebenfalls durch Zecken übertragene Krim-Kongo-Fieber entsteht durch das CCHFV-Virus. Zecken nehmen die Erreger von anderen Tieren wie Schafen, Kühe, Hasen oder Ziegen auf. Das Virus beeinträchtigt die Gerinnung des Blutes im menschlichen Körper. Infolgedessen drohen innere Blutungen und Bluterbrechen.

Durchschnittlich führt die Krankheit bei jedem zweiten Betroffenen zum Tod. Die Möglichkeit des Schutzes durch eine Impfung besteht bislang noch nicht. Laut dem deutschen Ärzteblatt handelt es beim Krim-Kongo-Fieber unter den durch Zecken übertragene Infektionen um das geografisch am weitesteten verbreitete Virus. Die endemischen Fälle begrenzen sich auf Asien, Afrika, den Nahen Osten und Südost-Europa.

 

Mittelmeer-Fleckfieber in Europa

Darüber hinaus stecken Zecken Personen mit den Bakterien an, die das Fleckfieber hervorrufen. Diesbezüglich existieren mehrere Varianten, welche die Tiere auf ihre Wirte übertragen. In Europa besitzt in dieser Hinsicht vor allem das Mittelmeer-Fleckfieber Relevanz. Es tritt hauptsächlich in den Gebieten rund um das Mittelmeer auf.

Das deutsche Ärzteblatt beschreibt das Mittelmeer-Fleckfieber als eine Krankheit mit schwerem Verlauf. Die Patienten leiden unter hohem Fieber und starken Schmerzen in den Muskeln und Gelenken. Dazu treten weitere Symptome wie Abgeschlagenheit und Müdigkeit auf. Bei Betroffenen mit Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder Immun-Suppression steigt die Letalitätsrate.

 

Q-Fieber und Zeckenparalyse

In Deutschland findet gelegentlich eine Übertragung des Q-Fiebers durch Zecken auf den Menschen statt. Die durch das Bakterium namens Coxiella burnetii verantwortete Fieber ruft beim Patienten mit einer Grippe vergleichbare Symptome hervor.

In seltenen Fällen bewirkt das abgesonderte, als Gerinnungshemmer fungierende Nervengift beim Wirt Lähmungen oder sogar den Tod. Der medizinische Fachbegriff hierfür lautet Zeckenparalyse. Insgesamt kennt die Medizin 40 verschiedene Zeckenarten, die eine Paralyse auslösen. Allerdings kam es in Europa bislang zu keinem gemeldeten Fall.

 

weiterführend:

http://www.aerzteblatt.de/archiv/56172

https://www.aerzteblatt.de/pdf/109/41/m681.pdf

Zecken

Erkunden Sie auf dieser Seite die Lebensweise und Artenvielfalt der winzigen Spinnentiere. Hirschzecke, Gemeiner Holzbock und südeuropäische Auwaldzecken wir stellen Ihnen die Zeckenarten vor. Klimawandel und veränderte Reisegewohnheiten bringen neue Arten nach Deutschland. Hier finden Sie Hintergrundwissen zu Zecken.

Zeckenbiss Symptome,
Zeckenbiss, Symptome, Ansicht der Zecke im Wald, Copyright: kozorog bigstockphoto, www.zeckenstich.net

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Die Zecke: Gattung, Vorkommen und Entwicklung

Zecken gehören zur Gattung der Spinnen und Milben, auch wenn oft angenommen wird das Zecken Insekten sind, Sie haben 8 Beine und man erkennt Sie an den besonders hervorstehenden Mundwerkzeuge. Sie verbringen 94 Prozent ihres Lebens mit dem Warten auf ein Opfer.  Das bedeutet – Sie müssen Warten können und Hungern. Und Zecken können ohne Probleme jederzeit in eine winter-ruheartige Starre verfallen, dabei können bis zu zwei Jahren ohne Nahrung auskommen.

Zecke in der Wohnung
Ansicht Zecke – Copyright: Steven Ellingson, Bigstockphoto

Gattung, Vorkommen und Entwicklung

Zecken leben als blutsaugende Parasiten vom Blut Ihres Wirtes, Sie befallen alle Säugetiere, also auch den Menschen,.die Tiere leben den Haupteil Ihres Lebens am Boden und können dort lange Zeit ohne Nahrung überleben und jederzeit in eine Winterruhe ähnliche Starre verfallen. Zecken brauchen zur Entwicklung Nahrung, leben aber nur ca. 3 Prozent Ihrer Lebenszeit ( 9Jahre) auf Ihrem Wirt.

Photo by Scott Bauer. via wikimedia.

Entwicklungsstadien

Wie alle Milbentiere durchlaufen Sie drei Entwicklungsstadien, die je nach Art in verschieden Zyklen unterteilt sein können. Als Larve und als Nymphe sind Zecken noch geschlechtslos.

Zecken
Zecken – Copyright: ArmandoFrazao, Bigstockphoto

Eier der Zecke

Das Leben der Zecke beginnt mit einem weiblichen Tier das bis zu 1000 Eier an verschiedenen Orten ablegt.

Larvenstadium

Die schlüpfende Larve ist nur einen halben Millimeter groß und besitz 6 Beine, um das nächste Stadium zu erreichen muss die Tecke Blut saugen, dabei wird Sie 3x so gross. Nach diesem ersten Blutsaugen entwickelt sich die Zecke zur Nymphe.

Nymphenstadium

Im Nymphenstadium besitzt die Zecke 8 Beine und ca 1-5mm groß, Sie kann noch immer nicht geschlechtlich bestimmt werden und hält sich die meiste Zeit am Boden in feuchtwarmen Gebieten auf. Sie klettert jetzt auf Sträucher in eine Höhe von 1,50m , befällt dort Ihren nächsten Wirt und entwickelt sich weiter.

Ausgewachsene Zecke (Adult)

Die ausgewachsene Zecke ist 2 bis 3cm groß und kann in weibliches und männliche Tier unterschieden werden. Wenn die weiblöiche Zecke vollgesogen ist kann Sie bis zu 3cm groß werden. Zecken saugen sich etwa 7 Tage lang voll und paaren sich dann. Das Weibchen braucht zur Vorbereitung der Eiablage einen erneuten Wirt und saugt bei diesem ca. 7 Tage, dann legt sie an die 1000 Eier und stirbt.

Ausgewachsene vollgesaugte Zecke

Die ausgewachsene Zecke saugt solange bei ihrem Wirt bis sie vollständig vollgesogen ist. Dies kann bei einem Zecken Weibchen über 10 Tage dauern.

Unbemerkter Zeckenbiss
Unbemerkter Zeckenbiss | © Patrick Daxenbichler – Fotolia.com

Wo leben Zecken?

Zecken leben weltweit und auch in ganz Europa, sie bevorugen feuchtwarme Gebiete und halten sich 90% Ihrer Lebenszeit am Boden auf. In den nördlichen und östlichen Bundesländern sind die Zecken 6 bis 10 % mit Borrelien infiziert im süd- und mitteldeutschen Gebieten liegt die Verseuchungsrate der Zecken mit Borreliose Bakterien bei 20 bis 30 %.

Wie saugen Zecken?

Zecken benötigen für Ihre Entwicklung Nahrung in Form von Blut, Sie dringen mit Ihren Mundwerkzeuge in den Körper des Wirtes ein und sondern dort ein Sekret ab, dieses besteht aus Gerinnungshemmer, Klebstoff zur Verankerung und einem betäubenen Mittel, dadurch bemerkt der Wirt den Biss der Zecke nicht.

Natürliche Feinde der Zecke

  • Fadenwürmer
  • Pilze
  • Wespen

Die Wespenart, Ixodiphagus hookeri, zählt zu den natürlichen Feinden der Zecke, Sie legt ihre Eier in den Hinterleib der Zecke ab, danach wachsen diese im Zeckenkörper heran und dringen nach dem Schlupf durch den Körper der Zecke nach aussen, dabei stirbt die Zecke.

Schildzecken – Ixodes

Bei den insgesamt über 800 Unterarten der Zecken kommt es bei vielen Subtypen zu einer hohen Affektivität zu einem bestemmten Wirt, besonders bei den weltweit anzutreffenden Schildzecken der Unter-Gattung Ixodes saugen die jeweiligen Arten nur an ganz bestimmten Wirtstieren.

Für den Mensch und dabei für die Borreliose-Übertragung sind besonders die Unterarten Ixodes ricinus und damminii gefährlich, da diese fast jedes Säugetier befallen. Ixodes ricinus und damminii suchen als Wirtstiere Kleinsäugetiere, Vögel, Huftiere und vorzugsweise Menschen auf, diese Unabhängigkeit von der Wahl des Wirtes machen Sie besonders gefährlich für die Übertragung der Borreliose und anderer Krankheiten. Sie übertragen Bakterien wie Borrelien und Viren wie den FSME Virus.

Neben den Arten der Schildzecke die keinen spezifischen Wirt brauchen, gibt es Unterarten die nur ganz bestimmte Wirte befallen. So z.B. Ixodes hexagonus – saugt nur bei Igeln, Ixodes uriae – befällt nur Seevögel.

Wo lebt der Holzbock (Ixodes ricinus)?

Holzböcke leben zu einem großen Teils Ihres Daseins in Bodennähe, in feuchtwarmen Gebiete, Wäldern, Mittelgebirgen oder Wiesen und Waldrändern. Holzböcke kommen aber auch in Städten, Parkanlagen und Kleingartenanlagen vor.
Der Holzbock, Ixodes ricinus, lebt im Larvenstadium in der unteren Bodenvegitation meist im Bodenlaub, nach der Entwicklung zur Nymphe klettern die Zecken auf halbhohe Büsche und niederwüchsige Pflanzen in einer Höhe von 0,5 Metern. Nach ereichen des Ausgewachsenen Stadiums erhöhen die Zecken Ihren Lebensraum nochmals und klettern dabei auf Büsche und Bäume in eine Bodenhöhe von 1,5 Metern.

Fallen Zecken von Bäumen?

Grundsätzlich Nein, der einzigste Grund warum sich Zecken von Bäumen und Sträuchern fallen lassen ist wenn sie sich von einer Situation bedroht füllen und Ihr Leben retten wollen. Wenn Zecken auf der Suche nach einem Wirt sind lassen Sie sich nicht fallen sondern werden abgestreift, das heist der Wirt streift mit seiner Kleidung, einem Körperteil oder seinem Fell das Gebüsch oder Äste und bei der Berührung hakt sich die Zecke am Wirt fest.

Arten von Zecken

Zecken teilen sich in drei große Familien auf, weltweit gibt es mehr als 800 Arten

Schildzecken (Ixodidae)

  • Ixodes
    – Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus) /höchstes Borreliose Risiko!!!
    – Hirschzecke (Ixodes scapularis)
    – Igelzecke (Ixodes hexagonus)
    – Fuchszecke (Ixodes canisuga)
    – Ixodes persulcatus
  • Rhipicephalus
    – Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)
  • Buntzecken
    – Schafzecke
    – Auwaldzecke
    – Amerikanische Hundezecke
  • Haemaphysalis
    Reliktzecke
  • Hyalomma
  • Amblyomma
    Amblyomma americanum/Lone Star Tick
  • Margaropus

Lederzecken (Argasidae)

  • Argas
    – Taubenzecke (Argas reflexus)
  • Otobius
    – Ohrenzecke (Otobius megnini)
  • Ornithodorus

Nuttalliellidae

  • Nuttalliella
    – Nuttalliella namaqua Bedford

Diese Informationen enthalten allgemeine gesundheitliche Hinweise und dürfen nicht zur Eigendiagnose oder Eigenbehandlung genutzt werden. | Beitrag erstellt 30.10.2011, aktualisiert am 01.03.2012 Autor: Redaktion

Literatur und Quellen:

  • Augustin Estrada-Pena & Frans Jongjean (1999): Ticks feeding on humans: a review of records on human-biting Ixodoidea with special reference to pathogen transmission.
  • W. Reuben Kaufman (2007): Gluttony and sex in female ixodid ticks: How do they compare to other blood-sucking arthropods? In:Journal of Insect Physiology Vol. 53, Iss. 3, S. 264–273
  • Martin Kaltenrieder (1990): Scototaxis and target perception in the camel tick Hyalomma dromedarii. Experimental and Applied Acarology

FSME Inkubationszeit

Nach der FSME Inkubationszeit verläuft die Erkrankung in mehren Phasen und kann unterschiedlichste Krankheitssymptome und eine sehr unterschiedliche Krankheitsdauer haben. Wir informieren hier über die Dauer der einzelnen Krankheitsphasen der FSME Virus Infektion.

Zecken Krankheiten,
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FSME Inkubationszeit

Inkubationszeit FSME: Nach Übertragung des FSME Virus durch den Zeckenbiss hat der Virus eine Inkubationszeitzwischen 2 bis 30 Tage bis zum Ausbruch der Krankheit.

FSME Phase 1 – Krankheitsdauer:
Die FSME Krankheitssymptome der ersten Phase haben eine Dauer von ca. 1 Woche.

FSME Ruhe-Phase – Krankheitsdauer:
Nach der ersten Phase der FSME Erkrankung kommt es zu einer von Symptomen freie Phase von 1 bis 2 Wochen.

FSME Phase 2 – Krankheitsdauer:
Die Krankheitsdauer der zweiten FSME Phase hängt von der Art der Erkrankung ab und kann von einer Woche bis zu mehreren Monaten andauern.

Krankheitsdauer – Hirnhautentzündung:
Die Symptome einer Hirnhautentzündung halten ca. 1-2 Wochen an.

Krankheitsdauer Kombinierte Hirnhaut und Hirnentzündung:
Die Symptome der Meningoenzephalitis halten ca. 3 Wochen bis 2 Monate an

Bei einem Zeckenbiss mit roten Rändern oder unklaren Symptomen nach Zeckenbiss kann eine Infektion mit Borrelien oder FSME vorliegen, Sie müssen rechtzeitig einen Arzt aufsuchen.

 

Zecken entfernen beim Hund

Beim Entfernen der festgebissenen Zecke ist es wichtig fachmänisch vorzugehen um eine Infektion durch Erreger zu verhindern. Bei falschem Entfernen der Zecke kann die Zecke zerdrückt werden und Bakterien oder Viren können in die Wunde gelangen und somit gefährliche Krankheiten wie Anaplasmose, Borreliose oder Hundemalaria (Babesiose) auslösen.


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Zecken beim Hund finden.

Zecken befallen genau wie den Menschen auch unser Vierbeiner. Dabei verhalten sich Zecken auf dem Fell des Hundes wie auf der Haut des Menschen.

Nach dem Befall des Hundes sucht die Zecke eine geeignete Stelle um zu stechen und Blut zu saugen. Dabei bevorzugt die Zecke weiche und warme Stellen. Bis Sie diese gefunden hat wandert Sie durch das Fell des Hundes. Das kann bis zu 2 Tage dauern. Anders als beim Menschen lässt sich das Fell des Hundes schwerer durchkämmen.

Zecken beim Hund entfernen

Es ist notwendig die Zecke sofort nach deren Aufinden zu entfernen, da die Krankheitserreger meist erst nach längeren Saugen in den Hund wandern kommt es auf das schnelle Entfernen der Zecke beim Hund an.

    1. Achten Sie beim Entfernen auf die richtigen Utensilien, am besten eine Zeckenzange, auf die notwendige Hygiene und entfernen Sie die Zecke mit Sorgfalt. Dazu waschen Sie sich zuerst gründlich die Hände oder benutzen Einweghandschuhe.
    2. Nehmen Sie dann eine NEUE Zeckenzange oder einen Zeckenhaken und setzen Sie diesen am Kopf der Zecke direkt über der haut des Hundes an. (Nicht drehen! – mit dem drehen reisen Sie den Kopf ab.)
    3. Ziehen Sie gleichmäßig und langsam in eine Richtung. Die Zecke wird beim Ziehen die Verankerung loslassen. Das Ziehen kann bei einer vollgesaugten Zecke bis zu einer Minute dauern.
    4. Nach dem Entfernen desinfizieren Sie die Stelle mit einem Hautdesinfektionsmittel.
    5. Wenn es nach dem Entfernen zu einer Rötung der Stelle oder anderen Symptomen kommt oder wenn Sie den Kopf der Zecke abgerissen haben oder die Zecke zerquetscht wurde sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Achten Sie darauf die Zecke aufzuheben, der Tierarzt wird diese auf eventuelle Erreger untersuchen lassen.

 

Zecken bei Hunden

Sommerzeit – ist Zeckenzeit – besonders bei unseren bodennah lebenden geliebten Vierbeinern – unseren Hunden! Wenn die wärmeren Zeckenset Temperaturen unzählige Hundebesitzer ins Freie locken ist es wieder an Zeit auf die gefährlichen Krabbeltiere zu achten. Wir informieren Sie hier ausführlich zu Zecken beim Hund.

Zecken drehen
Zecken rausdrehen Urheber: sasel77 / 123RF.com

Gefahr durch Zecken beim Hund.

Die von den Zecken übertragenen Krankheitserreger verursachen bei Hunden schwere Krankheiten. Beim Zeckenstich können Infektion-skrankheiten wie Hundemalaria, Babesiose, Anaplasmose, FSME Viren oder auch Borreliose übertragen werden. Unbehandelt können diese Krankheiten schwere und sogar tödliche Verläufe haben.

In unseren Regionen treten meist heimische Zecke auf, dazu gehören vorallem Schildzecken, die auch unter dem Namen „Holzbock“ (Ixodes ricinus) bekannt sind.

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Zeckbiss beim Hund

Es gibt viele Möglichkeiten Ihren Hund vor einen Zeckenbiss zu schützen, die einfachste aber sehr zeitaufwendige Methode ist das Absuchen Ihres Hundes mit den Händen. Dies und andere Methoden, sowie interessantes Wissen finden Sie in den nächsten Artikeln.

Für Hunde gefährliche Zecken

  • Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)
  • Braune Hundezecke(Rhipicephalus sanguineus)
  • Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus)

Wissenswertes

  • Helle Hunde werden viel öfters von Zecken befallen als dunklere Hunde
  • Gesunde sportliche Hunde werden weniger schnell von Zecken angegriffen
  • Zecken wandern oft bis zu 48 Stunden auf dem Hund herum bis Sie die passende Bisstelle gefunden haben, Eine erwachsen Zecke saugt bis zu 1 Woche lang am Hund.

Methoden zu Zeckenabwehr bei Hunden

Absuchen mit der Hand

Durchsuchen Sie mit der Hand das Fell des Hundes gründlich indem Sie das Fell Ihres Hundes mit den Fingern Kammartig durchgehen, dies sollte gegen den Strich erfolgen. Durchsuchen Sie das Fell so das Sie auch die Haarwurzeln sehen. Dieses Durchsuchen mit der Hand sollte nach jedem Spaziergang oder
Ausflug in Freie erfolgen. Besonderes Augenmerk bitte auf die Weichteile und Körperöffnungen bei legen, Ohren, Nase und Anus sollten  gründlich untersucht werden.

Bei kurzhaarigen Hunden sollte diese Methode noch gut funktionieren, bei Hunden mit mittellangem oder langen Fell, ist die Chance alle Zecken zu finden sehr gering. Wenden Sie dann andere Maßnahmen an.

Zeckenhalsband

Zeckenhalsbänder für Hunde gibt es in den unterschiedlichsten Versionen, dabei kommen natürliche Wirkstoffe, chemische Wirkstoffe oder andere Mittel zum Einsatz. Am wirksammsten sind sicherlich Halsbänder mit chemischen Wirkstoffen  wie Insektiziden, diese bergen aber sowohl für den Hund wie auch für den Menschen ein gesundheitliches Risiko.

Achten Sie beim Anlegen der Halsbänder immer darauf das Sie Handschuhe tragen und nicht mit dem Halsband in Berührung kommen. Neu auf dem Markt sind Hundehalsbänder mit Bernstein, ob diese eine große Wirkung gegen Zecken haben ist aber fraglich.

Ergänzungsfutter gegen Zecken

Ergänzungfuttermittel in Form von Tabletten haben natürliche Wirkstoffe, wie gut diese wirklich gegen Zecken helfen ist ungewiß.

Spot-ons und Sprays

Bei dem Spot-on Anwendungen wird der Wirkstoff durch eine Pipettenspritze direkt auf die Haut aufgespritzt, danach verteilt sich der Wirkstoff von allein und ist innerhalb von 24 Stunden auf der gesamten Hautoberfläche verteilt. Spot-on Mittel für Hunde können mit verschiedenen Wirkstoffen eingestzt werden. Unserer Redaktion wurde von Fipronil berichtet, dieser Wirkstoff gehört zur Klasse der Phenylpyrazole. Er hat sowohl insektizide Wirkung (gegen Insekten) wie auch akarizide Wirkung (gegen Spinnentiere wie Zecken) Dabei wirkt Fipronil direkt auf das Nervensystem der Zecken und lässt dieTiere nach 24 Stunden absterben. Bei der Anwendung von Fipronil darf der Hund 48 Stunden vor und nach dem Auftragen nicht gewaschen oder gebadet werden, weiterhin muss die Dosis auf das Gewicht angepasst sein.

Krankheiten durch Zecken bei Hunden

Infektionskrankheiten

  • Anaplasmose
  • FSME Virus Infektion
  • Borreliose
  • Hundemalaria ( Babesiose )

Hunde Anaplasmose – die schwere Hundekrankheit

Die häufig auftretende bakterielle Hunde Anaplasmose (granulocytäre Ehrlichiose) wird durch unsere einheimischen Zeckearten (Ixodes ricinus) während des Zeckenstichs übertragen. Die Erreger der Anaplasmose sind die Bakterien Anaplasma phagocytophilum, diese zerstören die weißen Blutkörperchen des Hundes und können tödlich sein. Bei der Infektion kommt es zu Symptomen wie anfänglicher Schlappheit und Fieber, danach können Gelenkentzündungen und Ödeme an  den Gliedmaßen auftreten. Die Bakterien greifen im weiteren Verlauf das Nervensystem an und können zu akuter Blutarmut führen. In Deutschland sind abhängig von der Region etwa 2-10 % aller Zecken mit diesen Bakterien verseucht.

Babesiose – Hundemalaria

Die Babesiose auch Hundemalarie ganannt ist eine schwere Blutkrankheit die zur Zerstörung der weißen blutkörperchen führt. Ausgelöst wird dei Krankheit durch die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) Jeder 10. Hund stirbt trotz Behandlung an dieser gefährlichen Infektion. Unbehandelt führt die Krankheit innerhalb weniger Tage zum Tod des Hundes. Die Symptome der Babesiose sind blasse, gelbliche Schleimhäute, Verfärbungen des Urins (rot-grünbrauner) Mattigkeit und Appetitlosigkeit. Im schweren Verlauf der Hundemalaria kommt es zu Nierenversagen, Gelbsucht und Leber-Milz-Infektionen.

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