Zecken entfernen beim Hund

Was ist bei der Zeckenentfernung bei Hunden zu beachten?

Für die meisten Hundehalter gehören Zeckenbisse zu einem alltäglichen Problem, mit dem Vierbeiner zu kämpfen haben. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie Ihren Hund vor gefährlichen Krankheiten schützen und die Zecken problemlos und gründlich entfernen.

Zecken beim Hund entfernen
Zecken beim Hund entfernen

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Das Wichtigste zur Zeckenentfernung bei Hunden:

  • Zecken mit Pinzette oder Zeckenzange entfernen
  • Erhöhtes Krankheitsrisiko und häufiger Infektionsüberträger von Borreliose
  • Hund täglich absuchen
  • Zecken so schnell wie möglich entfernen
  • Zeckenschutzmittel regelmäßig anwenden

Unsere Hunde sind mit Vorliebe im Gras unterwegs. Sie apportieren und rennen freudig über die Wiese, durch die Wälder und heben am Wegesrand ihr Bein. Eigentlich sind die Hunde überall dort aktiv, wo sich die Zecken aufhalten. Kein Wunder, dass sie den Blutsaugern so häufig zum Opfer fallen. Einige Hundehalter leiden in der Hochzeit der Zecken täglich unter neuen Zeckenbissen. Da ist ein effektiver Zeckenschutz gefragt. Vernachlässigen Sie niemals die Sorgfalt in der Zeckenentfernung und ziehen Sie den Blutsauger aus dem Fell und der Haut.

Wie finde ich die Zecken beim Hund?

Wer den ersten Sommer mit seinem Hund erlebt, wird sich diese Frage nicht mehr stellen. Zecken scheinen überall zuzubeißen und tauchen an den unmöglichsten Stellen auf. Einfacher ist das Absuchen nach Zecken bei hellen Hunden und bei den Vierbeinern mit einem kurzen Fell.

Der beste Schutz vor gefährlichen Infektionskrankheiten ist das schnelle Entfernen der Zecken, von daher sollten Sie Ihren Vierbeiner nach jedem Spaziergang absuchen. Am besten verbinden Sie diese Routine mit einer Streicheleinheit. Die meisten Hunde lassen das mit Wohlwollen über sich ergehen. Es gibt viele Bakterien und Viren, die erst nach 24 Stunden auf den Wirt übergehen. Es bleibt Ihnen ausreichend Zeit, um die Zecke rechtzeitig zu entfernen.

Für den Zeckenschutz sind Reppellents eine wichtige und sinnvolle Maßnahme. Doch das Absuchen Ihres Hundes können Sie ihm nicht ersparen, denn kein Reppellent ist 100 % wirksam. Die Mittel wirken nur für eine gewisse Zeit, wenig später lässt der Schutz nach.

So funktioniert die korrekte Zeckenentfernung beim Hund

Haben Sie einen Blutsauger entdeckt, sollten Sie diesen mit den richtigen Hilfsmitteln entfernen. In den meisten Fällen sollte eine Zeckenzange oder eine Pinzette ausreichen. Mit einer Zeckenzange drehen Sie den Blutsauger heraus, während Sie mit einer Pinzette an der Zecke ziehen. Mit beiden Hilfsmitteln kommen Sie schnell zum Erfolg. Bleibt ein Teil des Blutsaugers in der Haut zurück, stellt das nur in den seltensten Fällen ein Problem dar. Zumeist stößt der Körper den Fremdkörper ab.

Sie sollten bei der Zeckenentfernung ruhig bleiben und keinerlei hektische Bewegungen machen. Zu groß ist die Gefahr, Ihren Vierbeiner mit der Zeckenzange zu verletzen. Holen Sie sich Hilfe bei einer zweiten Person. So kann sich eine Person dem Hund widmen, ihn streicheln und festhalten, während der andere in Ruhe die Zecke herauszieht.

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Was tun, wenn der Hund sich die Zecke nicht entfernen lässt?

Warten Sie nicht, bis die Zecke von allein abfällt. Je früher Sie den Blutsauger entfernen, desto geringer ist das Risiko der Krankheitsübertragung. Ist Ihr Hund zu nervös und zu unruhig, sollten Sie sich erst einmal ablenken und eine kurze Pause einlegen. Holen Sie sich die Hilfe einer zweiten Person und lenken Sie Ihren Vierbeiner ab, während Sie mit der Zeckenzange den Blutsauger herausdrehen. Erst wenn alle Versuche nicht zum Erfolg führen, sollten Sie sich auf den Weg zum Tierarzt machen. Er wird Ihnen zeigen, wie Sie die Zecken schnell und sicher beseitigen.

Was passiert mit Zecken, wenn Sie vollgesogen sind?

Die Zecke nimmt Blut auf und wächst dadurch. Ihr Körper ist auf einen enormen Volumenzuwachs ausgerichtet. So besitzt der Darm viele verschiedene Anhänge und ist extrem dehnbar. Eine vollgesogene Zecke erreicht ein 200-mal höheres Gewicht als eine hungrige. Hat sich die Zecke mit Blut vollgesogen, lässt sie sich vom Wirt fallen.

Wie gefährlich ist ein Zeckenbiss beim Hund?

Zecken können gefährliche Krankheiten auf den Hund übertragen. So kann der Vierbeiner nach einem Zeckenstich mitunter schwer krank werden. Die Zecke an sich ist für den Hund nicht gefährlich, selbst wenn Sie mehrere Blutsauger im Hundefell finden. Es sind die Bakterien und Parasiten, die auf den Wirt übergehen und die eigentliche Gefahr darstellen.

Die häufigsten Krankheiten, die Zecken auf Hunde übertragen:

  • Borreliose
  • Ehrlichiose
  • Anaplasmose
  • Babesiose
  • FSME

Zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland gehört die Borreliose, die von den Zecken übertragen wird. So werden jährlich mehrere Tausend Fälle bei Menschen in Deutschland registriert. Hunde bewegen sich ungeschützt in der freien Natur und kommen unvermeidlich in Kontakt mit den Keimen.

Heute gibt es Untersuchungen von dem Robert-Koch-Institut, die nachweisen, dass 25 % der Hunde in Deutschland im Blut Abwehrstoffe gegen Borrelien haben. Im Endeffekt wurden die Hunde durch den Zeckenstich mit dem Erreger infiziert. Der Kontakt mit dem Erreger führt nicht unmittelbar zur Erkrankung. Einige Vierbeiner haben mit erhebliche Beschwerden zu kämpfen und ein Teil davon erkrankt ernsthaft an Borreliose.

Zeckenschutz für Hunde: Was raten die Experten?

Es gibt eine aktuelle Studie der Veterinär medizinische Universität Wien, die davon ausgeht, dass der geläufige Zeckenschutz für den Hund nicht ausreicht. Die Wissenschaftler haben den Zeckenbefall untersucht. Hundebesitzer sammelten 700 Zecken.

Zum Teil wurden die Vierbeiner mit Anti-Zecken-Mitteln behandelt, die keinen umfassenden Schutz boten. Die Wissenschaftler kamen zu der Feststellung, dass die meisten Hundebesitzer die Präparate nicht ausreichend oder regelmäßig einsetzen. Darunter leiden dann die Vierbeiner. Bei der Hälfte der Hunde innerhalb der Studienphase entdeckten die Wissenschaftler eine Infektion mit einer Zeckenkrankheit.

Wo entsorge ich die Zecke nach der Entfernung?

Danach sollten Sie den Blutsauger folgerichtig entsorgen. Werfen Sie auf keinen Fall die Zecke auf die Wiese oder auf den Weg. Viele Tiere überleben die Prozedur, krabbeln zurück in ihr Versteck oder auf den nächsten Wirt. Nehmen Sie die Blutsauger nicht mit in die Wohnung oder werfen ihn in die Toilette oder in den Ausguss. Am besten legen Sie eine Zecke in ein geschlossenes Gefäß, das Sie in die Sonne stellen. Wer den Mut aufbringt, zerdrückt das Tier mit deinem flachen Gegenstand, wie zum Beispiel einem Stein.

Zecken bei Katzen entfernen

EIne Zecke am Katzen Kopf, Copyright: mironovm, bigstockphoto.com

So funktioniert die Zeckenentfernung bei Katzen

Im Frühjahr und im Sommer haben Zecken bei Katzen Hochsaison. Kommt der Freigänger mit einem Blutsauger nach Hause, sollten Sie Ruhe bewahren und das Tier mit einer Zeckenzange richtig entfernen. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Das Wichtigste zur Zeckenentfernung bei Katzen:

  1. Freigänger regelmäßig absuchen
  2. Zecken mit einer Zange oder einer Pinzette entfernen
  3. Blutsauger in ein Gefäß in die Sonne legen oder mit einem Gegenstand zerdrücken
  4. Zecken können von der Katze auf den Halter übergehen
  5. Katzen mit einem geschwächten Immunsystem gefährdet

Wie Sie die Zecke aus der Katze entfernen

Zugegeben: So eine Zecke ist unappetitlich und ein lästiger Parasit, den wir schnellstmöglich loswerden wollen. Doch gilt es in erster Linie, die Zecken vollständig zu entfernen und darauf zu achten, dass der Kopf der Zecke nicht in der Katze steckenbleibt. Eigentlich sind Katzen wirklich reinliche Tiere, die ihre Fellpflege nahezu ohne unsere Hilfe im Griff haben. Eine Ausnahme bilden die Zecken. Hier brauchen Stubentiger unsere Hilfe. Eine gute Nachricht vorweg: Bei den Zecken sinkt die Gefahr, wenn Sie die Zecke schnell entfernen, dass die Tiere nach einem Zeckenstich schwer erkranken. Dennoch sollten Sie die Blutsauger nicht länger als nötig in der Katze belassen.

Halten Sie einen Freigänger, sollten Sie ihn nach seiner Abkunft zuhause absuchen. Halten Sie die Katze mit einer Hand fest und streicheln Sie Ihr mit der anderen Hand über das Fell. So können Sie einen Knubbel schnell ertasten. Für Ihre Katze bedeutet diese Prozedur eine weitere Streicheleinheit.

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Wo werden die Katzen von der Zecke gestochen?

Die Zecken greifen überall an. Es gibt keine besonders beliebten Stellen am Körper der Katze. Im Prinzip sind die Bereiche besonders gefährdet, die Ihre Katze nicht gut erreichen kann, um sich den Blutsauger selbst abzukratzen oder abzubeißen. Das wären zum Beispiel

  • der Kopf,
  • die Brust,
  • die Schultern und
  • der Nacken.

Gerade wenn der Freigänger ein paar kahle Stellen im Fell hat, greifen die Blutsauger an diesen Stellen besonders gern an.

Zeckenentfernung bei Katzen – Eine kurze Anleitung

Im Vergleich zu Hunden sind die meisten Katzen weniger geduldig, wenn es um die Zeckenentfernung geht. Viele Stubentiger gelten als äußerst sensibel. Sobald Sie Frauchen und Herrchen mit der Zeckenzange sehen, nehmen Sie Reißaus. Sie sollten etwas Fingerspitzengefühl entwickeln. Gehen Sie erst einmal nicht von einer Kooperationsbereitschaft aus, wenn Sie Ihre Katze von der Zecke befreien wollen. Ganz gut lassen sich die Vierbeiner mit einer Streicheleinheit überlisten.

Wenn Sie sich die Zeckenentfernung bei Ihrer Katze nicht zutrauen, holen Sie sich Ihren Partner oder Ihre Partnerin zu Hilfe. Einer kann die Katze festhalten und streicheln während der andere die Zecke herauszieht. Sie sollten dafür unbedingt eine Pinzette oder eine spezielle Zeckenzange aus dem Tierfachhandel verwenden.

Nur so können Sie auf Nummer sichergehen, den Blutsauger vollständig zu umfassen. Zugleich schonen Sie das Fell Ihrer Katze, wenn Sie mit einem Werkzeug und einer dünnen Spitze vorgehen. Fragen Sie im Tierfachmarkt nach einer Zeckenzange. Sie bekommen eine Pinzette, mit der Sie die gesamte Zecke auf Anhieb erwischen.

Wie Sie am besten vorgehen:

  1. Katze festhalten und streicheln
  2. Das Fell vorsichtig zur Seite schieben und die Zecke freilegen
  3. Zecke mit der Pinzette oder der Zeckenzange umgreifen
  4. Blutsauger vorsichtig herausziehen oder herausdrehen

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Faktenblock:

Die meisten Katzenhalter können die Zecken aus dem eigenen Stubentiger in wenigen Augenblicken herausziehen. Dafür nehmen Sie eine Pinzette oder eine Zeckenzange, mit der Sie den Blutsauger umschließen und langsam herausdrehen. Doch an dieser Stelle sind Sie mit der Zeckenentfernung bei Ihrer Katze noch nicht fertig. Sie müssen die Parasiten korrekt entsorgen. Werfen Sie die Zecke nicht achtlos auf den Boden, in die Toilette oder in den Ausguss. Legen Sie den Blutsauger in ein Gefäß in die Sonne oder zerdrücken ihn mit einem Stein auf dem Fußboden. Dann gehen Sie auf Nummer sicher, dass die Zecke keine Gefahr für andere darstellt. Eine größere Krankheitsgefährdung bildet die Zecke für unsere Katze nicht. Dafür können die Blutsauger recht schnell auf uns Katzenhalter übergehen. Von daher sollten wir unsere Freigänger nach dem nächsten Ausflug gründlich absuchen, um keine ungebtenen Gäste ins Haus zu lassen.[/tds_note]

Wohin mit der herausgezogenen Zecke?

Den größten Fehler machen Sie, indem Sie die Zecke auf den Boden werfen. Es gibt nämlich viele Tiere, die die Zeckenentfernung überstehen und schnell das Weite suchen. Sie sollten von daher die Zecke nach der Entfernung sicher entsorgen. Legen Sie die Zecke am besten in ein geschlossenes Gefäß in die Sonne oder zerdrücken Sie das Tier mit einem harten Gegenstand. Zerdrücken Sie die Zecke niemals mit den Fingern. Es können sich weitere Parasiten und Bakterien auf Sie übertragen. Sie sollten die Zecken niemals in die Toilette oder in das Waschbecken werfen, die Tiere können selbst unter Wasser relativ lange überleben.

Krankheitsrisiko durch Zecken für meine Katze

Im Vergleich zu Hunden ist das Krankheitsrisiko bei Katzen geringer, wenn es um einen Zeckenstich geht. Vereinzelt können Viruserkrankungen, wie Babesiose, Borreliose oder Anaplasmose, auftreten. Besonders gefährdet sind die Tiere mit einem schwachen Immunsystem. Leidet Ihre Katze unter einer Krankheit, wie zum Beispiel Katzenschnupfen, sollten Sie besonders vorsichtig sein. Andernfalls haben die Tiere mit dem Zeckenstich als solches kaum Probleme. Bei einigen entzündet sich die Stelle. Sie müssen in den meisten Fällen keinen Tierarzt aufsuchen, da der Zeckenstich von allein abheilt.

Eigentlich werden die Zecken bei der Katze zu einem größeren Problem für uns Katzenhalter. Haben die Blutsauger auf den Stubentiger keinen richtigen Platz gefunden, gehen sie schnell auf den Halter über. Das gilt auch für all die Zecken, die Ihre Katze herauskratzt oder herausbeißt.

In den meisten Fällen haben die Zecken zu diesem Zeitpunkt ihre Blutmahlzeit noch nicht beendet und suchen sich den nächstbesten Wirt. Es gibt Studien das Robert-Koch-Instituts, die gezeigt haben, dass Katzenhalter im Vergleich zum Rest der Bevölkerung häufiger auf Antikörper gegen Borreliose positiv getestet werden. Eine Gefahr ausgehend von den Zecken auf die Katze können wir nicht vollständig ausschließen.

Zeckenbiss beim Pferd – Symptome und Folgen

Zeckenbisse beim Pferd: Grundlegende Fakten

Zeckenbisse bei Pferden sind nicht ungefährlicher wie für den Menschen, Sie können auch für Pferde und ihre Freunde und Halter zu einem erheblichen Problem werden, da sie hier ebenfalls als Überträger gefährlicher Infektionen, wie Borreliose oder FSME gefürchtet sind.

Schwierig ist dabei sicher auch die Tatsache, dass es sozusagen in der Natur der Sache liegt, dass Pferde viel im Freien unterwegs sind und damit in der Zeckenzeit im Frühsommer sehr leicht zum Opfer eines „Zeckenangriffes“ werden können.

Zeckenbiss bei einem Pferd
Tierärztin untersucht den Zeckenbiss bei einem Pferd am Auge Copyright: F.C.G. bigstockphoto

Alleine schon beim Grasen auf Wiesen ist ein Zeckenbiss beim Pferd relativ wahrscheinlich. Während Menschen die Möglichkeit haben, sich vorab durch das Tragen einer bestimmten Kleidung zu schützen, ist dies bei Pferden eher ein schwieriges Unterfangen.

Hinzu kommt, dass je nach Fellfarbe die Zecken auch schwer zu sehen sind, so dass es nicht selten zu einem Zeckenbiss beim Pferd kommt, ohne dass der Halter das wahrnimmt. Die Folgen eines solchen Bisses können aber erheblich sein.

Auch können die ersten Symptome der am häufigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen wie der Borreliose beim Pferd versteckt bleiben, während der Mensch den Zusammenhang zwischen Zeckenbiss und Symptomatik in vielen Fällen selber herstellen kann.

Bei einem an Borreliose erkrankten Menschen zeigt sich zum Beispiel fast immer die sogenannte „Wanderröte“ als erstes sehr auffälliges Symptom.

Diese Hautrötung, die im Fachbegriff als „Erythema Migrans“ beschrieben wird, wandert entsprechend ihrem Namen auf der Haut. Selbstverständlich kann sie unter dem dichten Fell des Pferdes nicht oder kaum entdeckt werden.

Folgen eines Zeckenbiss beim Pferd

Die Borreliose beim Pferd

Da in Deutschland etwa ein Drittel der Zecken Borreliose-Bakterien mit sich tragen und wohl beinahe jedes Pferd schon mal eine Begegnung mit einer Zecke hatte, besitzen etwa 16 bis 30 Prozent der Pferde Antikörper gegen die entsprechenden Erreger.

Wenn die Vierbeiner mit einem intakten oder gar besonders starken Immunsystem ausgestattet sind, so können sie die Bakterien jedoch häufig „besiegen“ – insofern löst auch die Ansteckung mit den Übeltätern nicht notwendig eine Erkrankung aus.

Die Borreliose, die jedoch theoretisch nach jedem Zeckenbiss beim Pferd auftreten und sich auch in Form einer überaus schweren Verlaufsform präsentieren kann. Die typische Symptomatik der Borreliose beim Pferd, die zunächst überaus unspezifisch sein kann soll im Folgenden aufgezählt werden:

(1) Glück hat man als Halter sicherlich, wenn man eine Zecke zu Gesicht bekommt und den Zeckenbiss beim Pferd sozusagen „live“ miterlebt. In der Folge ist es dann angebracht spezifisch auf das Entstehen von Hautrötungen zu achten, die einen Gang zum Tierarzt notwendig machen, da eine rasche Antibiotika-Gabe den Erkrankungsverlauf deutlich lindern kann.

(2) Am Beginn der zweiten Phase der Erkrankung steht meistens eine Schmerzsymptomatik, die dadurch entsteht, dass Gelenke sich entzünden und in Folge anschwellen. Häufig fallen die Tiere auch durch einen Leistungsabfall, sowie durch weitere relativ unspezifische Sekundärsymptome wie Fieber auf.

(3) Das dritte Erkrankungsstadium mit Befall des zentralen Nervensystems kommt glücklicherweise eher selten vor. In dieser Erkrankungsphase stehen Koordinationsstörungen, Störungen der Hirnnerven (wie Schluckbeschwerden) und Störungen der Muskelfunktion im Mittelpunkt. Durch die Schluckbeschwerden kann das Pferd einen weiteren Leistungsabfall erleiden und abmagern. Todesfälle durch Borreliose sind in diesem Stadium selbstverständlich auch möglich und beschrieben.

Prävention und Behandlung der Borreliose beim Pferd

Seit Kurzem existiert ein Impfstoff mit dem Pferde vor den in Deutschland vorkommenden Bakterienstämmen erfolgreich geschützt werden können. Wie bei jeder Impfung bildet der Körper Abwehrstoffe, die eine Übertragung verhindern.

Da die Zecke ein Blutsauger ist, gelangen die bestehenden Antikörper über das Blut in den Darm des Insekts und töten die Borellien dadurch bereits außerhalb des menschlichen Körpers ab.

Neben der regelmäßigen Kontrolle des gesamten Pferdekörpers auf das Vorhandensein der Schädlinge, ist diese gut verträgliche Immunisierung die einzige Möglichkeit, den Ausbruch einer Borreliose sicher zu verhindern.

Der „Nachteil“ dieser Vorsorgemethode liegt in der notwendigen Auffrischung, die nach der Grundimmunisierung jährlich erfolgen muss. Der Halter hat allerdings durch diesen „Aufwand“ den Vorteil, dass ein Zeckenbiss beim Pferd ihm nicht ganz so viele Sorgen machen muss.

Zeckenbiss bei Pferden
Zeckenbisse bei Pferden auf dem Hof Copyright: Akkalak bigstockphoto

FSME bei Pferden: Frühsommer-Meningoenzephalitis

Insbesondere in Süddeutschland sind Zecken häufig Übertrager einer FSME- Erkrankung. Ein Zeckenbiss beim Menschen führt deutlich häufiger zu einer FSME-Erkrankung als ein Zeckenbiss beim Pferd, allerdings ist die Frühsommer-Enzephalitis sowohl beim Menschen wie beim Pferd eine überaus ernstzunehmende Viruserkrankung.

Pferde werden seltener vom FSME-Virus befallen als Menschen, jedoch ist im Falle eines Ausbruchs der Erkrankung der Verlauf beim Pferd üblicherweise sehr schwer und die Sterblichkeitsrate hoch.

Eine FSME, die durch einen Zeckenbiss beim Pferd ausgelöst werden kann, präsentiert sich in Form einer ausgeprägten neurologischen Symptomatik. Typische Anzeichen der Erkrankung, die nur symptomatisch und nicht ursächlich behandelt werden kann, sind beispielsweise Zähneknirschen, Koordinationsstörungen oder Krampfanfälle.

Zeckenbisse – Wie können Pferdehalter das Tier schützen?

Entdeckt der Halter eine Zecke im Fell des Pferdes, so sollte er diese möglichst schnell mit Hilfe der geeigneten Instrumente entfernen. Mit Hilfe einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange kann das unter Anwendung von Drehbewegungen gut erreicht werden.

Bei der Entfernung sollte man darauf achten, das Insekt nicht zu quetschen, da die möglicherweise vorhandenen Erreger sonst erst recht in die Blutbahn des Vierbeiners gelangen.

In der Folge sollte der Pferdehalter oder Pfleger auf Veränderungen der Haut oder auf mögliche weitere unspezifische Symptome achten, die auf eine Infektion hinweisen können. Insbesondere eine Borreliose kann trotz Fehlen einer Impfung gut in Griff bekommen werden, wenn die Antibiose rechtzeitig begonnen wird.

Eine Impfung gegen Borreliose-Bakterien ist durchaus eine empfehlenswerte Option, da sie dem Pferd nicht schadet und einen relativ guten Schutz bringt.

Insbesondere für Halter, denen es an Zeit fehlt, regelmäßig das Fell ihrer Tiere genau auf Zecken oder Hautveränderungen zu untersuchen, kann eine Impfung des Pferdes gegen Borrelien nur empfohlen werden.

 

Zecken bei Katzen

Die in Deutschland vorkommenen Zeckenarten (Schildzecken: Holzbock, Auwaldzecken) stellen für Hauskatzen eine ähnliche Gefahr wie für den Menschen dar, da Zecken auch Katzen als Wirtstier befallen und Viren und Bakterien auf katzen übertragen.

Zecken
Copyright: grejak bigstockphoto.com

Zecken Gefahr bei Hauskatzen.

Obwohl viele Katzen in der Wohnung gehalten werden, ist auch dort der Befall von Zecken nicht auszuschließen.

Achten Sie darauf die Katze regelmäßig auf Zecken abzusuchen, dies sollte besonders nach einem Spaziergang außer oder bei Katzen die im Zeckenset Freien laufen stattfinden. Da die Zecken nicht sofort beisen sondern erst die richtige Stelle suchen finden Sie die wandernden Zecken meist im Fell. Bei Katzen findet man die Zecken meist am Kopf, da der Kragenbereich sehr weich ist.

Erfahren Sie wie Sie Zecken bei Katzen entfernen

Zecken bei Katzen

Zecken kommen in den verschiedensten Stadien am Boden oder in Bodennähe vor. Zecken können aber auch auf Terrassen oder Balkonen in Pflanzen und Sträuchern leben. Zecken schaden der Katze nicht durch das Blut saugen, sondern durch das Übertragen von Krankheitserregern.

Die Inkubationszeit von der Übertragung bis zum Ausbruch der ersten Symptome dauert etwa 24 bis 72 Stunden. Durch den Stich der Zecke kommt es meist auch zu starkem Juckreiz, So bemerken viele Katzenbesitzer die Zecke erst nachdem Sie nachschauen warum sich Ihre Katze ständig kratzt. Katzen versuchen sich selbst von der Zecke zu befreien. Da dies durch die Verankerung nicht möglich ist, müssen Sie die Zecke umgehend entfernen.

Kontrollieren Sie Ihre Katze, auch wenn Sie ein Wohnungstier ist, regelmäßig auf Zeckenbefall. Die Spinnentiere beisen vorzugsweise in den Kopf- den Hals- und Nackenbereich des Tieres. In der Tierarztpraxis erhalten Sie spezielle Zeckenimpfungen gegen die Krankheitserreger.

Was hilft: Es gibt verschiedene Mittel gegen Zecken, so kann man der Katze durch ein Zeckenhalsband einen gewißen Schutz bieten, dies eignet sich besonders wenn die Katze viel im Freien ist. Weitere chemische Mittel gibt es als Spray oder Nahrungsergänzungsmittel.

 

Borreliose Symptome beim Hund

Borreliose Symptome beim Hund frühzeitig erkennen

Borreliose wird durch einen Zeckenstich übertragen. Wir haben es mit einer bakteriellen Infektionskrankheit zu tun. Bleibt die Krankheit unentdeckt, bedeutet dies für die erkrankten Hunde oftmals ein langes Leiden.

Von daher ist es besonders wichtig, dass die frühesten Symptome so schnell wie möglich erkannt werden, damit der Tierarzt eine zielführende Behandlung einleitet.

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Das Wichtigste im Überblick zu Borrelien bei Hunden

  1. Ursache für Infektion: über Zeckenstich gelangen Bakterien in den Körper
  2. trügerischer Krankheitsverlauf: Borreliose Symptome beim Hund bleiben zunächst unentdeckt
  3. Lahmheit, Unlust, Gelenksschwellungen und Schmerzen, Fieber
  4. je frühzeitiger die Krankheit erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen
  5. langwierige Antibiotikatherapie gegen Schmerzen

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Ausbruch und Verlauf der Borreliose-Krankheit

Das Trügerische an der Erkrankung: Borreliose verläuft äußerst schleppend und schleichend. Zunächst können wir gar keine Borreliose Symptome beim Hund erkennen. Im Nachhinein kommt es zu

  • Fieber,
  • Bewegungsunlust,
  • Gelenkbeschwerden und
  • Schmerzen,

die Verhaltensänderungen in unserem Hund hervorrufen. Der eigentliche Auslöser für die Krankheit ist ein Zeckenbiss.

Tatsächlich infizieren sich viele der Hunde mit Borreliose, ohne dass die Krankheit wirklich ausbricht. Sicherheit bietet einzig und allein ein Laborbefund vom Tierarzt. Hinzu kommt eine Differenzialdiagnose, um andere infrage kommende Krankheiten ebenfalls auszuschließen.

Erst wenn zum Beispiel Lahmheit nicht auf eine Arthrose oder Hüftdysplasie zurückführen, ist es sinnvoll, mit einer Antibiotika-Behandlung einzusetzen.

Eben genau diese folgerichtige Behandlung und Diagnose der Borreliose Symptome beim Hund können selbst älteren Tieren deutlich mehr Lebensqualität zurückgeben. Dabei lassen sich die Bakterien nicht einmal vollständig eliminieren, so dass ein späterer Rückfall, in der Fachsprache als Rezidiv bekannt, nicht auszuschließen ist.

Borreliose Symptome beim Hund frühzeitig erkennen

Eine der besten Gegenmaßnahmen ist das grundsätzliche Vermeiden von Zeckenbissen. Mittlerweile steht uns eine ganze Palette von Medikamenten zur Verfügung, um den Hund vor Zecken zu schützen. Zudem solltest du nach jedem Spaziergang deinen Vierbeiner gründlich nach Zecken absuchen und diese folgerichtig entfernen.

Solltest du einmal eine Zecke übersehen haben, besteht immer noch ein gewisses Zeitfenster, um mögliche Infektionen zu vermeiden. Erst etwa 16-24 Stunden nach einem erfolgten Zeckenbiss übertragen sich die eigentlichen Bakterien. Bis dahin hast du Zeit, der drohenden Borreliose aus dem Weg zu gehen.

Je früher du die Infektion erkennst, desto mehr Möglichkeiten stehen dir zur Verfügung, diese vollständig und konsequent zu bekämpfen. In erster Linie kommt es zu einer symptomlosen Zeit, denn du bekommst erstmal überhaupt nicht mit, dass sich dein Hund mit Borreliose angesteckt hat, da sich die Bakterien versteckt im Körper des Hundes eingenistet haben.

Nur der Hundehalter, der weiß, dass sein Vierbeiner einen Zeckenbiss hatte, kann mögliche frühzeitige Borreliose Symptome beim Hund folgerichtig deuten. Hast du nur den geringsten Verdacht, dass eine ähnliche Erkrankung vorliegen könnte oder in Verbindung mit dem Zeckenbiss steht, raten wir, einen Tierarzt aufzusuchen. Du kannst deinem Hund auf diese Weise jegliche Form von Leiden ersparen.

Schritt für Schritt Zecke richtig entfernen

Gegen die landläufige Meinung, die Zecke im Hund zu lassen, solltest du diese mit einer Zeckenzange vorsichtig entfernen. Achte unbedingt darauf, dass kein Teil der Zecke zurückbleibt. Gerade nach einem äußerst milden Winter sind diese Parasiten äußerst munter und aktiv. Das bedeutet für dich: Du solltest deinen Hund in jeder Jahreszeit und nicht nur im Sommer gründlich nach Zecken absuchen.

Wer sich unsicher beim Entfernen der Zecke ist, kann erfahrene Hundehalter, Züchter oder den Tierarzt um Hilfe bitten. Grundsätzlich solltest du mit der Zeckenzange den Parasiten vollständig umschließen, um ihn dann herauszuziehen. Das dürfte nur ein paar Augenblicke in Anspruch nehmen. Es ist besonders wichtig, die Zecke danach zu zerstören, damit sie kein weiteres Unheil anrichten kann.

Die Ausgangslage für die Borreliose Symptome beim Hund

Eine bindende Voraussetzung für den Ausbruch der Infektion ist ein Zeckenbiss. Die Krankheit kann sich nicht von Hund zu Hund übertragen. Äußerst selten ist die jeweilige Einstichstelle angeschwollen und gerötet.

Ein paar Wochen nach dem Zeckenbiss können die ersten Verhaltensänderungen auftreten, so dass dein Vierbeiner aus dem Liegen nur noch mühsam hochkommt. Humpelt er nach dem Aufstehen etwas?

Weiterhin kann es zu angeschwollenen Lymphknoten, einem zeitweisen Auftreten von Fieber und einer Veränderung der Vitalwerte kommen. Grundsätzlich scheint sich das gesamte Wesen zu verändern, der Hund hat weniger Lebensfreude und zeigt weniger Elan über den Tag hinweg.

Eines der deutlichsten Borreliose Symptome beim Hund sind angeschwollene, erwärmte und veränderte Gelenke an den Pfoten, im Kniegelenk oder im Ellenbogengelenk.

Geschwollene Lymphknoten, Muskelschmerzen und temporäre Lähmungserscheinungen gehen mit Mattheit und Appetitlosigkeit einher.

Borreliose Symptome beim Hund heilen

Viele Hunde, die sich mit dieser Krankheit infiziert haben, müssen eine sehr langwierige Antibiotikatherapie durchmachen. Du kannst mit dieser Behandlung die Lebensqualität deines Vierbeiners deutlich verbessern. Leider kann es so sein, dass sich einige der Bakterien in irgendeinem Gelenk versteckt haben und selbst Monate und Jahre später zum Ausbruch kommen.

Dennoch kann eine folgerichtige Therapie zukünftigen Gelenkentzündungen und starken Schmerzen entgegenwirken. Eine äußerst wirkungsvolle Behandlung ist das Vorbeugen der Zeckenstiche, damit die Bakterien erst gar nicht in deinen Hund gelangen.

Nur so umgehst du ganz sicher eine der langwierigen Infekte, die das Leben deines Hundes auf den Kopf stellen und mit den oben genannten, äußerst belastenden Borreliose Symptome beim Hund einhergehen.

Hilft Bernstein gegen Zecken – So wirken Bernstein Halsbänder:

Die Wirkung von Bernstein gegen Zecken

Kann die Wirkung von Bernstein meinen Hund oder meine Katze vor Zecken schützen? Kann ich so ohne den Einsatz von hochgiftigen Präparaten die meinem Tier schaden den Sommer ohne Zeckenbiss überstehen? Diese Fragen stehen jedes Jahr bei vielen Tierbesitzern ganz oben an.

Bernstein Halsband gegen Zecken für Hunde und Katzen gibt es in verschiedenen Ausführungen und obwohl die meinungen etwas auseinander gehen, gibt es viele Halter die fest an die Wirkung von Bernstein glauben.

Bernstein gegen Zecken
Wir wirken Bernstein Halsbänder bei Hund und Katze gegen Zecken. Copyright: Audrius Merfeldas bigstockphoto

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5 Fakten zu Bernstein gegen Zecken

  1. Zeckenstiche können für Mensch und Tier zum Teil lebensbedrohliche Krankheiten verursachen
  2. Bernstein gilt bei vielen Tierhaltern als natürliche Alternativer Zeckenschutz
  3. Bernstein wird eine Zecken abweisende Wirkung nachgesagt, von der vor allem Haustiere wie Katzen und Hunde profitieren sollen
  4. Das Naturprodukt riecht leicht nach ätherischem Öl und erzeugt mit Hilfe des Tierfells elektrostatische Ladung, welche Zecken abschrecken soll
  5. Wissenschaftliche Studien, die die Wirkung von Bernstein gegen Zecken bestätigen oder wiederlegen, gibt es bisher nicht.

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Bernstein als Zeckenschutz für Mensch und Tiere

Zeckenschutz

Zeckenschutz ist wichtig, nicht nur für Haustierhalter. Hat sich eins der lästigen Insekten erstmal fest gebissen, drohen Mensch und Tier zum Teil lebensbedrohliche Krankheiten.

Auch das Entfernen der Zecke gestaltet sich mit unter schwierig: Kann der Kopf nicht restlos entfernt werden, drohen Infektionen.

Daher taucht nahezu jährlich mit der Frühlingssonne auch die Frage nach dem geeigneten Zeckenschutz auf.

Tierhalter und Naturliebhaber stellen sich dabei oft die Frage, ob die Chemiekeule wirklich nötig ist, oder ob natürliche Mittel helfen können, die Blutsauger fernzuhalten. Schließlich beruhen viele Produkte aus Apotheke, Drogerie oder vom Tierarzt auf Insektiziden, also Substanzen, die für Insekten giftig sind.

Die Sorge, dass auch der Organismus von Tier und Mensch unter negativen Folgen der Substanzen in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, ist nicht ganz unbegründet.

 

Bernstein Halsband gegen Zecken bei Hund und Katze

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Bernstein gegen Zecken Wirkungsweise

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Wie kann Bernstein gegen Zecken helfen

Das fossile Harz mit kräftiger, typischer Färbung ähnelt einem Stein und ist im Handel als Kette, Armband, Ohrring und Co. bekannt. Bernstein riecht ganz leicht dezent nach ätherischem Öl. Dieser Geruch soll Zecken von Mensch und Tier fernhalten.

Im Handel gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Bernsteinprodukte. Wie jedes Naturprodukt, unterscheiden sich Bernsteine erheblich in Farbe, Form und Größe voneinander.

Ob geschliffen oder naturbelassen: Bernsteinketten für haarige Vierbeiner sind in den letzten Jahren groß im kommen. Das Ziel ist nicht etwa das Tragen eines modischen Accessoires, sondern die Abwehr von Zecken.

Neben dem Geruch soll die Kette im Fell des Vierbeiners dafür sorgen, dass das Fell elektrostatisch aufgeladen wird. Auch diese Wirkung soll Zecken abschrecken, das eigen Haustier als Wirt zu wählen.

Diese Wirkung bleibt beim Tragen von Bernsteinketten an Menschen natürlich aus. Fragt man Tierhalter danach, ob Bernstein gegen Zecken hilft, wird man ganz unterschiedliche Erfahrungsberichte bekommen.

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[tds_info]Wissenschaftliche Studien, die die Wirkung von Bernstein gegen Zecken bestätigen oder wiederlegen, gibt es bisher jedoch nicht.[/tds_info]

Anzumerken ist, dass sich eine ungeschliffene Bernsteinkette besser für Tiere eignet, da die elektrostatische Wirkung durch den Schliff der Steine verringert wird. Wichtig ist auch, die Relation zwischen Größe des Tieres und Anzahl der Steine zu betrachten.

Ein kleiner Dackel wird daher eher von der elektrostatischen Aufladung profitieren als eine große Dogge.

Weiterhin ist zu beachten, dass Vierbeiner mit langem Fell bei Bewegung mehr Reibung erzeugen und daher auch eine entsprechend höhere elektrostatische Ladung erzeugen als ihre kurzhaarigen Artgenossen.

[tds_info]Das Tragen von Bernsteinketten ist für Mensch und Tier ohne Nebenwirkungen möglich.[/tds_info]

Ein großer Vorteil gegenüber vielen chemischen Substanzen, die sowohl von Tieren als auch von Menschen nur bedingt vertragen werden. Eine Bernsteinkette, die der Zeckenabwehr dienen soll, sollte immer gut sitzen, um Verletzungen vorzubeugen. Um die volle Wirkung des Bernstein gegen Zecken zu erzielen, sollte die Kette aus naturbelassenem Bernstein bestehen.

Zeckenschutz ist gut, Kontrolle ist besser

Egal ob Bernstein, Chemiekeule oder ein anderes Naturprodukt: Nach einem ausgiebigen Aufenthalt im Freien sollten Mensch und Tier gründlich kontrollieren, ob Zecken auf der Suche nach Nahrung auf ihrem Körper gelandet sind. Stadthunde und Menschen sind weitaus weniger betroffen als Mensch und Katze vom Land.

Die Möglichkeit eines Zeckenstiches mit allen möglichen Konsequenzen ist dennoch gegeben. Hat sich eine Zecke in das Fell des Vierbeiners verirrt und fest gebissen, helfen Zeckenzangen und -Hebel beim vollständigen Entfernen.

Wird ein Mensch von einer Zecke gestochen, sollte der Gang zum Arzt die Konsequenz sein. Hier kann das Insekt vollständig entfernt und die Stichstelle in Augenschein genommen werden. Manchmal ist es ratsam, die Stelle einige Tage zu beobachten, in anderen Fällen ist der Griff zum Antibiotikum unumgänglich.

In einigen Regionen Deutschlands ist es zudem ratsam, bereits Kinder gegen einige Krankheiten zu impfen, die durch Zeckenstiche übertragen werden. Hierzu gehört die Viruserkrankung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), die eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung hervorruft.

Boutonneuse-Fieber durch Zeckenbiss – Mittelmeer-Zeckenstichfieber

Symptome und Ursachen von Boutonneuse-Fieber

Das sogenannte Mittelmeer-Zeckenstichfieber zählt zu den bakteriellen Infektionskrankheiten. Zecken übertragen diese. Verbreitet ist die Erkrankung vornehmlich im Mittelmeerraum. Die Verbreitung geschieht durch den engen Kontakt mit infizierten Hunden oder Nagern.

Neben Hautausschlag ist hohes Fieber ein Indikator für den Befall mit Boutonneuse-Fieber. Zur Therapie verschreiben Mediziner eine Antibiotikakur. Mit deren Hilfe heilt die Erkrankung vollständig aus. Sie ist nur selten lebensbedrohlich. Nachfolgend lesen Sie Wissenswertes zu den Ursachen und Symptomen des Boutonneuse-Fiebers.

Ursachen von Boutonneuse-Fieber
Copyright: alexmit, Bigstockphoto, Ursachen von Boutonneuse-Fieber

Boutonneuse-Fieber – Die Erkrankung im Überblick

Das Mittelmeerfieber finden Sie vor allem im Raum des gleichnamigen Meeres. Durch den Klimawandel breitet sich die Erkrankung aber auch in nördlicheren Regionen aus.

Die Infektionskrankheit entsteht durch Bakterien vom Stamm des Rickettsia conorii. Der Name leitet sich von seinem Entdecker ab. Howard Tayler Ricketts fand mehrere Rickettsien, die entweder durch Flöhe, Läuse, Milben oder Zecken übertragen werden. Bekannt ist die Krankheit auch unter den Namen Mediterranes Zeckenstichfieber, Afrikanischer Zeckentyphus, Afrikanisches Zeckenstichfieber, Altweltzeckenfieber, Fièvre Boutonneuse und Mediterranes Fleckfieber.

Erkrankungen, deren ursächliches Bakterium Rickettsia conorii von Zecken übertragen wird, fallen unter den Begriff Boutonneuse-Fieber. Es gehört zu den verbreitetsten Zeckenbissfiebern im südeuropäischen Bereich. „Boutonneuse“ bedeutet so viel wie knopfartig oder pickelig. Die Beschreibung deutet dabei auf die fleckenförmigen Hauterscheinungen dieses Fiebers hin.

Die Symptome des Mittelmeer-Zeckenstichfiebers

Generell überträgt sich der Erreger Rickettsia conorii durch Zeckenstiche. Nach dem Befall treten innerhalb der nächsten sieben Tage linsengroße Hautläsionen rund um die Stelle des Bisses auf. Jeder zweite Betroffene weist diese auf. Möglicherweise bricht die Primärläsion mittig auf.

Darauf bildet sich im Anschluss schwarz-bräunlicher Schorf. Hinzu kommt eine Entzündung der benachbarten Lymphknoten. Sie sind deutlich vergrößert, sodass Sie diese ertasten (Lymphadenitis). Im Zuge der Erkrankung entwickelt der Betroffene das Boutonneuse-Fieber, bei dem die Körpertemperatur des Patienten bis zu zwei Wochen über 39 Grad ansteigt.

Zwischen dem dritten und dem fünften Tag der Erkrankung entsteht ein makulopapulöses Exanthem. Dieser grobfleckige Ausschlag verschwindet später gemeinsam mit dem Fieber. Es bleiben weder Narben, Schuppen noch andere sichtbare Spuren zurück, die auf die Erkrankung hindeuten.

Weitere typische Symptome der Erkrankung sind Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. In seltenen Fällen befällt der Erreger die Augen. Der Artikel „Posterior segment manifestations of Rickettsia conorii infection“ von Moncef Khairallah MD et al. zeigt, dass sich in einigen Fällen Ödeme, Netzhautablösungen, Bindehautentzündungen und andere Augenkrankheiten zeigen.

Die Boutonneuse-Fieber Symptome im Überblick:

  •  Kopfschmerzen
  •  fleckiger Hautausschlag
  •  Fieber
  •  schwarzbraunes Geschwür sowie roter Rand an der Bissstelle
  •  Gliederschmerzen
  •  Lymphknotenschwellung in benachbarten Bereichen
  •  teilweise Erbrechen und Übelkeit
  •  selten Bindehautentzündung und andere Augenerkrankungen

Komplikationen im Zusammenhang mit dem Boutonneuse-Fieber
Die Erkrankung aktiviert das körpereigene Immunsystem. Dadurch sind Entzündungsstoffe sogenannte Zytokine im Serum erhöht. Das beeinflusst das Gerinnungssystem. Bei einigen Personen bildet sich dadurch ein Blutgerinnsel oder Gefäßverstopfungen. Im Ernstfall verursachen sie eine Beinvenen-Thrombose.

Komplikationen treten gehäuft bei alkoholkranken, zuckerkranken oder älteren Menschen auf. Hier kommt es teilweise zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) mit Krämpfen und Koma oder einer Gehirnentzündung (Enzephalitis). In einigen Fällen entsteht eine Vaskulitis, bei der sich die Gefäße in den Organen entzünden. Durch die folglich schlechte Durchblutung funktionieren die Organe nicht reibungslos, wodurch das Boutonneuse-Fieber in seltenen Fällen tödlich endet.

In der Regel verläuft die Erkrankung mild. Die meisten Krankheitssymptome verschwinden spätestens nach zwei Wochen. Folgeerscheinungen entstehen nicht. Bei rechtzeitiger Behandlung mit einem Antibiotikum treten in seltensten Fällen Komplikationen auf.

Ursachen der Boutonneuse-Fieber Erkrankung

Das Fieber entsteht aufgrund des Bakterienbefalls mit Rickettsia conorii. Der Parasit befindet sich in Zecken. Deren Lebensort ist das Fell von Hunden und Nagetieren. 70 Prozent aller Hunde im Mittelmeerraum weisen Zecken auf. Davon trägt ein Zehntel die Erreger in sich.

Nehmen Sie einen dieser Hunde mit in Ihre Heimat, gelangen die Rickettsien auch in unsere Breitengrade. Die Zecken übertragen sich ebenso von Tier zu Mensch. Dies geschieht seltener, da sie sich bevorzugt an den felligen Tieren festsetzen. Trotzdem überleben sie über mehrere Jahre in Ihrer Wohnung, wodurch das Mittelmeer-Zeckenstichfiebers bei Ihnen immer wieder ausbrechen kann.

Die Infektion erfolgt durch einen Zeckenbiss. Bei diesem setzt sich die Zecke auf der Haut des Menschen fest und verursacht eine kleine Verletzung. Der Parasit saugt Blut auf und speit später seinen Mageninhalt in die Wunde. Darin befinden sich die Rickettsien. Diese gelangen nun in den Organismus des Menschen und verursachen eine grippeähnliche Infektion. Zunächst zeigen sich Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und das typische Fieber. Die Haut an der Bissstelle weist einen Ausschlag auf. Es bildet sich ein dunkler Hautfleck.

Wie diagnostiziert der Arzt das Boutonneuse-Fieber?

Für die richtige Diagnose bietet es sich an, einen Tropenmediziner oder inneren Mediziner mit einer Fachausbildung in Infektiologie aufzusuchen. In der Regel gehen Patienten mit den Symptomen Hautausschlag und Fieber jedoch zuerst zum Hausarzt.

Nach der Anamnese misst dieser die Körpertemperatur, kontrolliert die Lymphknoten und entnimmt eine Gewebeprobe des auffälligen Hautareals. Eine Blutuntersuchung schließt andere Erkrankungen aus. Die Behandlung erfolgt mittels eines Antibiotikums. Dafür nehmen Patienten bis zu eine Woche lang mehrmals täglich Doxycyclin oder Ciprofloxacin. Mehr zur Dosierung und Anwendung erfahren Sie in einer Übersichtsarbeit zum Thema „Fleckfieber und andere Rickettsiosen. Alte und neu auftretende Infektionen in Deutschland“ von Gerhard Dobler und Roman Wölfel.

Boutonneuse-Fieber vermeiden

Um den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern, schützen Sie sich vor Zeckenbissen. Ergreifen Sie beim Kontakt mit Hunden oder Nagetieren im Mittelmeerraum Schutzvorkehrungen. Dazu gehört das Tragen von langen Hosen und geschlossenen Schuhen. Stecken Sie die Hose, wenn möglich in den Schaft. Auf diese Weise lagern sich die Zecken nicht an freien Hautstellen an Füßen und Beinen an. Die Übertragung erfolgt nicht durch die Bekleidung.

Einen zusätzlichen Schutz bieten Anti-Zecken-Sprays. Diese sprühen Sie auf die Handgelenke oder die Kleidung auf. Suchen Sie Ihren Körper nach dem Aufenthalt im Freien nach möglichen Zeckenbissen ab. Dies gilt vor allem für Risikogebiet. Auf heller Kleidung finden Sie die Zecken meist schneller.

Ihr Hund trägt zum Schutz ein Zeckenhalsband. Dieses schützt auch Sie vor einer möglichen Übertragung. Ist die Zecke noch in der Haut, entfernen Sie diese zügig mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte. Achten Sie darauf, das Tier nicht zu quetschen oder abzureißen.

Quellen und Literatur:
Dobler, Gerhard; Wölfel, Roman: Übersichtsarbeit „Fleckfieber und andere Rickettsiosen
Alte und neu auftretende Infektionen in Deutschland
Typhus and Other Rickettsioses — Emerging Infections in Germany.“ In: Dtsch Arztebl Int 2009; 106(20): 348-54; DOI: 10.3238/arztebl.2009.0348
Moncef Khairallah MD et al: „Posterior segment manifestations of Rickettsia conorii infection.“ In: Ophthalmology Volume 111, Issue 3, March 2004, Pages 529-534.

Borreliose beim Hund durch Zeckenbiss

Borreliose bei Hunden – Symptome erkennen und behandeln

Nicht nur Menschen stecken sich durch einen Zeckenstich mit ernst zu nehmenden Krankheiten wie FSME oder Borreliose an. Die sogenannte Lyme-Borreliose übertragen Zecken durch ihren Biss. Die dafür verantwortlichen Bakterien trägt das Tier im Speichel. Sie leben im Darm einiger Zecken und gelangen durch den Stich in den Blutkreislauf des Menschen. Die Borreliose beim Hund äußert sich mit unspezifischen Beschwerden. Verlauf, Intensität und Ausprägung der Erkrankung unterscheiden sich je nach Hunderasse. Die wichtigsten Fakten zum Thema lesen Sie nachfolgend.

Zeckenbiss am Kopf 

 

Die Borreliose beim Hund im Überblick

Die sogenannte Lyme-Borreliose gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten durch Zecken. Die Erkrankung tritt meistens in den wärmeren Monaten des Jahres auf, da sich hier vermehrt Zecken in den Risikogebieten zeigen. Auslöser der Borreliose beim Hund sind Bakterien, die das Spinnentierchen im Magen-Darm-Bereich beherbergt. Die Erkrankung verläuft oftmals beschwerdefrei. Seltener treten

  • geschwollene Lymphknoten,
  • Lähmungserscheinungen oder
  • Fieber

auf. Der Tierarzt verordnet in der Regel Antibiotika, um die aufgetretene Borreliose bei Ihrem Hund zu therapieren.

 

Ursachen der Erkrankung

Ursächlich für die Borreliose sind Bakterien, sogenannte Borrelien. Nach einem Zeckenstich überträgt der Parasit diese, wenn es sich mehr als 24 Stunden an seinem Wirt festsaugte. Zecken befinden sich vorrangig in Büschen, im Gras und im Unterholz. In der Regel zieht sich Ihr Hund einen Stich beim Gassigehen in der Natur zu. Nach einem Stich des Milbentierchens wandern die Borrelien über dessen Speichel ins Blut des Hundes. Von da aus verteilen sie sich im gesamten Körper. In der Folge entsteht eine Entzündung, die Beschwerden bei Ihrem Tier verursacht.

 

Laut einer Studie aus dem Jahr 2015 von Prof. Dr. Straubinger ist jede Zecke ein potenzieller Träger der Bakterien. Er testete mit seinem Team 6.000 Blutproben von Hunden auf das Vorhandensein der spezifischen Antikörper und fand diese regionsspezifisch bei bis zu 10,3 Prozent der getesteten Hunde.

 

Borreliose Symptome beim Hund

Zu den ersten Anzeichen zählt die Rötung der Haut an der Stelle des Einstichs. Die Ausprägung ist oftmals wenig ausgeprägt. Durch das Fell bleiben sie meist unentdeckt. Die Erkrankung bricht in einem Zeitraum von bis zu fünf Monaten nach dem eigentlichen Zeckenstich aus. Dabei treten vor allem starke Entzündungsreaktionen auf.

  • Appetitlosigkeit,
  • Fieber,
  • Lethargie,
  • geschwollene Lymphknoten,
  • Futterverweigerung, sowie
  • Muskel- und Gelenkschmerzen

begleiten die entzündliche Reaktion.

 

Herzprobleme, Gesichtsnervenlähmungen und Augenentzündungen sind ebenso ein Warnsignal wie Arthritiden und unklare Lahmheiten. In einigen Fällen treten zudem Nierenentzündungen auf. Besonders anfällig dafür sind:

  • Berner Sennenhunde,
  • Labradore und
  • Golden Retriever.

Ebenso kommt es zur wechselseitigen Lähmung der Gliedmaßen Ihres Hundes. In schweren Fällen bleibt diese trotz erfolgreicher Behandlung langfristig bestehen.

 

Wie diagnostiziert der Tierarzt die Borreliose beim Hund?

Tierärzte erkennen die Erkrankung nicht ohne Probleme. Es treten keinerlei spezifische Veränderungen in den Laborwerten oder im Blutbild auf. Im Blut liegen Antikörper vor. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich diese bei einer aktuellen Infektion bildeten. Sie liegen eventuell im Blutkreislauf vor, da der Hund eine vorangegangene Borreliose ohne Symptome aufwies oder eine Impfung erhielt. Durch eine Blutuntersuchung weist der Arzt demnach keine konkrete Erkrankung nach. Liegen keine Antikörper vor, schließt der Mediziner jedoch zweifelsfrei eine Infektion mit Borrelien aus.

Als relativ sichere Verfahren gelten C6-ELISA und der Western-Blot-Test. Diese Methoden weisen die Borrelien immunologisch nach, ohne eine Reaktion auf die impfbedingten Antikörper zu zeigen. Dennoch stellt der Mediziner die Erkrankung nicht zweifelsfrei fest. Um sich sicher zu sein, strengt er eine mit Antibiotika gestützte diagnostische Therapie an. Wirkt die Methode, deckt der Arzt eine Borreliose beim Hund auf.

 

Die Behandlung der Erkrankung

Generell behandeln Mediziner die Krankheit mit Antibiotika wie Tetracycline, Amoxicillin oder Doxycyclin. Diese verabreichen Sie für 30 Tage. Je nach Bedarf länger. Bei den meisten Tieren tritt bereits nach zwei Tagen eine Besserung ein. Antibiotika töten die Borrelien nicht vollständig ab. Daher empfiehlt es sich, die Behandlung alle drei Monate bis zu fünf Mal zu wiederholen. Damit schließen Sie aus, das sich weitere Erreger im Blut verstecken. Entzündungshemmende Schmerzmittel speziell für Ihren Vierbeiner lindern die Beschwerden des Tieres.

 

Einige Tierärzte und Hundehalter schwören unterstützend auf den Einsatz homöopathischer Mittel. Diese setzen sie ein, um Gelenkbeschwerden und Entzündungen zu lindern. Hilfreich sind hier Rhus Toxicodendron C30 und Bryonia D4 gegen Gelenkentzündungen. China D6 bei Schmerzen in Muskeln und Gelenken oder Nux vomica D30 zur Vorbeugung bei Lähmungserscheinungen.

 

Heilt die Borreliose vollständig aus?

Bei einer frühzeitigen Diagnose stehen die Prognosen für eine vollständige Heilung gut. Dennoch eliminieren Sie selten alle Bakterien restlos aus dem Körper Ihres Hundes. Die verabreichten Antibiotika töten jedoch einen Großteil der Erreger ab. Tritt die Erkrankung chronisch auf, leidet das Tier langfristig unter Schüben. Bei diesen zeigen sich die akuten Beschwerden. Das frühzeitige Aufsuchen eines Tierarztes verhindert, dass Ihr Hund unnötig leidet und sich die Erkrankung dauerhaft einnistet.

 

Schutzmaßnahmen im Überblick

Um Ihren Hund vor der Erkrankung zu schützen, empfiehlt es sich zudem ihn nach Wald- und Wiesenspaziergängen gründlich und regelmäßig nach Zecken abzusuchen. Finden Sie ein solches Exemplar, entfernen Sie es mit einer speziellen Zeckenzange aus der Apotheke oder dem Tiershop. Eine anschließende Desinfektion der Einstichstelle verhindert das Eindringen von Bakterien. Verzichten Sie auf die Tötung des Spinnentierchens mit Wachs, Alkohol, Öl oder ähnlichen Tinkturen. Dadurch sondert die Zecke eine größere Anzahl an Borrelien ab.

 

Grundsätzlich gilt, dass die Entfernung der Zecke so früh wie möglich geschieht. Je länger sich der Parasit festsaugt, desto größer ist die Gefahr für eine Borrelien-Infektion. Beim Tierarzt erhalten Sie spezielle Präparate, welche die Spinnentierchen abwehren. Diese Anti-Zeckenmittel gelten als sinnvollste Methoden, Ihren Hund vor Borreliose zu schützen. Sogenannte Spot-Ons träufeln Sie an der Wurzel der Rute oder im Nacken auf. Für eine gewisse Zeit vertreiben die natürlichen und chemischen Inhaltsstoffe die Spinnentierchen.

 

Zeckenbiss beim Hund – Wann Sie einen Arzt aufsuchen müssen

Generell empfiehlt es sich beim ersten Verdacht auf eine Borreliose, und beim Auftreten der spezifischen Symptome, dringend einen Veterinärarzt aufzusuchen. Frühzeitig erkannt, stehen die Chancen für eine Heilung gut. Je länger Sie warten, desto mehr breitet sich der Erreger aus. Er verursacht langfristige Lähmungen oder geht in eine chronische Form über. Antibiotika erhalten Sie zudem ausschließlich vom Facharzt. Dieses benötigt Ihr Hund dringend, um die Infektion zu überstehen. Ebenso erhält Ihr Hund hier eine Impfung gegen die Erkrankung.

Ärzte verabreichen zur Vorbeugung der Borreliose beim Hund einen Impfstoff. Ärzte und Tierbesitzer bewerten diese Impfung mit Merilym 3 unterschiedlich, da sie zwar gegen die Erreger der Borreliose hilft, aber starke Nebenwirkungen aufweist. Vor einer Impfung wägen Sie daher den Nutzen und die Risiken ab.

 

 

weiterführend:

http://www.vdh.de/fileadmin/media/news/2015/Experteninterview_Prof-%20Straubinger_Zeckenschutz-Hund.pdf